Brandenburg

Erfolgreiche Landesmeisterschaft in Bestensee

Am vergangenen Sonnabend, den 13.10.2018 fanden in Bestensee die offenen Landesmeisterschaften Land Brandenburg statt.

Mit fast 300 Wettkämpfern aus 40 Vereinen, unter anderem aus Russland und Italien, sowie etwa 400 Nennungen in 62 Kategorien, war es die am stärksten besetzte Landesmeisterschaft der zurückliegenden Jahre.

Der Bürgermeister der Gemeinde Bestensee ließ es sich auch nicht nehmen, ein Grußwort an alle Wettkämpfer zu richten.

Eine hervorragende Organisation durch den Ausrichter SC Karate Bestensee e.V., sowie die Hintergrundarbeit durch den 1. BKSV e.V., ließ die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg werden.

An dieser Stelle möchte sich der Dachverband bei allen in der Organisation Involvierten bedanken. Es war ein gelungener Wettkampftag mit einer super Rundumversorgung.
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KDB | aktiv

KDB | Termine

Samstag Oktober 20 - ganztägig/OpenEnd
HungariaOpen
Budapest
Sonntag Oktober 21, 11:00 - 14:00 Uhr
Kadertraining | Kata
"Großes Dojo", Landesstützpunkt Hoppegarten, Lindenallee 47, 15366 Hoppegarten.
Samstag Oktober 27 - ganztägig/OpenEnd
Harzmeisterschaft
Samstag Oktober 27, 10:00 - 15:00 Uhr
SV-Karate & Krav-Maga
Landkostarena, Goethestr. 17, 15741 Bestensee
Samstag November 3, 10:00 - 13:00 Uhr
Kadertraining | Kumite
Landesleistungsstützpunkt "Brandenburg", Sophienstraße 49, 14772 Brandenburg an der Havel
Samstag November 10 - ganztägig/OpenEnd
DM Schüler
Ilsenburg
Sonntag November 11 - ganztägig/OpenEnd
DM Masters
Ilsenburg
Samstag November 17 - ganztägig/OpenEnd
LitauenOpen | RigaOpen
Samstag November 17, 12:00 - 15:00 Uhr
Kadertraining | Kata
"Großes Dojo", Landesstützpunkt Hoppegarten, Lindenallee 47, 15366 Hoppegarten.
Samstag November 24 - ganztägig/OpenEnd
3. Ranglistenturnier in Hoppegarten
Peter Joseph Lenné Schule, von-Canstein-Str. 2, 15366 Hoppegarten
Samstag Dezember 1 - ganztägig/OpenEnd
KDB | Verbandstag
Brandenburg/Havel
Samstag Dezember 1 - ganztägig/OpenEnd
Kadertraining | Kata | Jahresabschlusstraining
"Großes Dojo", Landesstützpunkt Hoppegarten, Lindenallee 47, 15366 Hoppegarten.
Samstag Dezember 15, 12:00 - 15:00 Uhr
Kadertraining | Kata
"Großes Dojo", Landesstützpunkt Hoppegarten, Lindenallee 47, 15366 Hoppegarten.

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Stilrichtung: Wado-Ryu

Wado-Ryu

Besonderheiten des Wado-Ryu

Ich wurde in meiner Aufgabe als Stilrichtungsreferent gebeten, hier die prinzipiellen Unterschiede der Stilrichtung Wado Ryu gegenüber anderen Stilrichtungen vorzustellen.

Ich möchte dieser Bitte gerne nachkommen. Mein grundsätzlicher Ansatz bei der Darstellung der Unterschiede der Stilrichtungen in den folgenden Ausführungen ist allerdings ein anderer.

 

Ich persönlich gehe davon aus, dass die wenigsten Sportler, die mit Karate beginnen, sich auch aktiv für eine Stilrichtung entscheiden. Vielmehr ist es aus meiner Sicht doch eher so, dass man durch bestimmte Umstände zum Karate kommt und zunächst die vom Trainer vorgegebenen Übungen durchführt.
Erst sehr viel später ist man (und sollte man auch) in der Lage, selbst zu entscheiden, ob dies die richtigen Übungen (und somit auch die richtige Stilrichtung) für den eigenen Körper (Größe, Masse) sind.

 

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Ein großer Meister unserer Stilrichtung hat einmal den Satz geäußert:
Man entscheidet nicht alles im Leben sofort.
Man muss nur nach einer gewissen Zeit des Handelns überprüfen, dass es der richtige Weg ist.

In diesem Sinne sehe ich auch unsere Entwicklung als Karateka und nicht nur hier.
Diese Erkenntnis sollte in allen Bereichen des Lebens Anwendung finden.

Nun zur Stilrichtung "Wado Ryu"- "Der Weg des Friedens":
Der Stil Wado Ryu wurde von Hironori Otsuka begründet.
Hironori Otsuka war Schüler von Gichin Funakoshi.
Gichin Funakoshi traf noch vor dem zweiten Weltkrieg (ca. 1922) bei der Vorstellung
seiner Kampfkunst, des Okinawa Karate, auf Hironori Otsuka. Hironori Otsuka
wurde Schüler von Funakoshi. Hironori Otsuka war zu diesem Zeitpunkt
schon Meister in einer ursprünglichen japanischen Kampfkunst,
dem Yoshinryu Jiu-Jitsu Kempo.

 

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Durch die Verbindung dieser unterschiedlichen Arten entstand die Stilrichtung Wado Ryu. Allgemein kann man davon ausgehen, dass das Wado Ryu Karate die Entwicklung aus dem von Funakoshi gelehrten Okinawa Karate und den Otsuka bekannten Einflüssen des Jiu Jitsu und Kendo ist. Für beide Meister stand die Entwicklung des Karate im Vordergrund. Beide entwickelten Partnerübungen, die das Wachstum des Karate vorantreiben sollten.
Hier wurden die Kenntnisse von Otsuka im Bereich der Partnerübungen genutzt, da das Okinawa Karate bis dahin nur die Formen Kihon und Kata kannte.

 

So ist auch der gegenwärtige Unterschied der Stilrichtung Wado Ryu zu anderen Stilrichtungen zu sehen.
Im Folgenden möchte ich die Unterschiede zur Stilrichtung Shotokan erläutern, da sich hierbei, aufgrund der großen Verbreitung des Shotokan-Stiles in Deutschland, die meisten Karateka etwas vorstellen können.

Während man im Shotokan die Kata als das "historische Erbe" bezeichnen kann, sind dies im Wado Ryueher die vielen Formen der Partnerübungen. Stellvertretend seien hier nur die Partnerübungen des Kihon Kumite (Partnerübungen mit Ausweichbewegungen), des Idori (Bodenkampf) und des Tanto Tori (Messerkampf) genannt. Im ursprünglichen Wado Ryu Karate wurden auch nur neun Kata als ausreichend dargestellt.
Dies waren die Kata Pinan 1-5, Naihanshi, Kushanku, Seishan und Chinto. Zwischenzeitlich werden deutlich mehr Kata gelehrt. Dies hat sicher seine Gründe in der Wettbewerbsfähigkeit bei den Wettkämpfen.

Der prinzipielle Unterschied zum Beispiel zur Stilrichtung Shotokan besteht in der völlig anderen Philosophie der Verteidigungsform. Die Verteidigungsformen im Shotokan entsprechen mehr den geradlinigen, direkten Bewegungen zur Verteidigung. Ein Angriff wird gebrochen, bevor der Gegenangriff erfolgt.
Dies ist im Wado Ryu Karate völlig anders. Hier liegt der Grundsatz eher auf ausweichenden, direkten Kontern in den Angriff des Gegners hinein. Man legt großen Wert auf die Vermittlung der Kunst des Ausweichens und Mitführens des gegnerischen Angriffs. Hier lehnen sich die Verteidigungsformen eher an die Prinzipien des Aikido an.

Um diesen Umstand näher zu erläutern, müssen noch einmal die Ziele des Wado Ryu klar herausgestellt werden:

  • die Bewegungen sollen möglichst effektiv sein
  • es sollten keine strategisch sinnlosen Bewegungen durchgeführt werden
  • alle Bewegungen sollten möglichst gleichzeitig erfolgen
  • man legt Wert, auf das Ausweichen aus der Angriffsrichtung des Gegners und den Konter unter  Ausnutzung dessen Vorwärtsbewegung
  • die Bewegungen sollten ohne großen, eigenen Kraftaufwand durchgeführt werden

Um diese Ziele zu erreichen, muss man Kompromisse in der Schönheit und Eleganz der ausgeführten Techniken eingehen. Der Stand in dieser Stilrichtung ist allgemein deutlich höher als zum Beispiel im Shotokan-Karate. Der Grund hierfür liegt zum einen in der körperlichen Konstitution seines Erfinders Hironori Otsuka, zum anderen sicher auch in den vorher genannten Zielen der Stilrichtung.

Martin Tauscher - ehem. Stilrichtungsreferent Wado-Ryu